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Fördermöglichkeiten für KMU

Die Digitalisierung ist in vollem Gange

Die Digitalisierung geht uns nichts an und betrifft auch unser Geschäftsmodell nicht.

Niemand, November 2019.

Mittlerweile haben es so gut wie alle Unternehmen erkannt: die Digitalisierung wird einen maßgeblichen Anteil daran haben, wie sich das Geschäft in den nächsten Jahren entwickelt. Intern häufig als „digitale Transformation“ bezeichnet, bemühen sich immer mehr Unternehmen ihre Prozesse digital abzubilden und effizienter zu gestalten, während eine „integrierte“ IT-Landschaft Automatisierungspotentiale umsetzen soll. So zumindest im Zielbild bzw. der Wunschvorstellung der von uns befragten Unternehmen.

In der Praxis fällt dieser enorm hohe Tatendrang jedoch insbesondere in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zwei einschränkten Faktoren zum Opfer: es fehlt sowohl an dem Budget als auch den Ressourcen zur Umsetzung.

Als Rückrat der deutschen Wirtschaft lässt sich Bund und Land jedoch nicht nehmen, mit milliardenschweren Förderprogrammen genau hier Abhilfe zu schaffen. Das Problem? Kaum ein Unternehmer kennt alle für ihn relevanten Förderprogramme oder darüber hinaus den Weg, wie er sie unkompliziert beantragen kann. Mit diesem Blog-Beitrag möchten wir überforderten Unternehmern, die sich im Bereich der Digitalisierung engagieren wollen, eine Übersicht der unterschiedlichen Fördermöglichkeiten geben.

Wann ist mein Unternehmen förderfähig

Bevor Sie sich näher mit den einzelnen Fördermöglichkeiten beschäftigen, muss grundlegend geklärt werden, ob Ihr Unternehmen überhaupt förderfähig ist. Denn für die meisten Förderprogramme muss auf Ihr Unternehmen die KMU-Einordnung zutreffen. Der Bund legt anhand der folgenden Auflistung fest, ob sie als kleinst, kleines oder mittleres Unternehmen gelten.

Anzahl der MitarbeiterUmsatz pro JahrJahresbilanzsumme
weniger als 10 (kleinst)maximal 2 Mio. €maximal 2 Mio. €
weniger als 50 (klein)maximal 10 Mio. €maximal 10 Mio. €
weniger als 250 (mittel)maximal 50 Mio. €maximal 43 Mio. €

Wenn Sie innerhalb der Werte der Tabelle liegen, haben Sie bereits die erste Hürde genommen – vorerst.

Denn als förderfähig gelten Sie nur, wenn Sie als rechtlich eigenständiges Unternehmen agieren, das in keine Firmenstruktur eingebettet ist, deren Muttergesellschaft diese Werte nicht erfüllt.

Ein kurzes Beispiel soll dies verdeutlichen:

Paul B. ist Geschäftsführer einer lokalen Druckerei, die als eigenständige GmbH mit dem Namen Druckschnell GmbH auftritt. Sein Jahresumsatz von 3 Mio. Euro und seine Mitarbeiteranzahl (10) lassen ihn als grundsätzlich förderfähig erscheinen. Vor drei Jahren hatte Paul B. jedoch einem Zusammenschluss mit der global tätigen Firma Druckeralarm GmbH zugestimmt, die mit mehr als 100 Mitarbeitern und weit über 50 Mio. Euro Umsatz im Jahr nicht mehr als förderfähiges Unternehmen gilt. Als 100- prozentige Tochter der Druckeralarm GmbH ist auch das Unternehmen von Paul B. nicht förderfähig.

Was wird mit welchem Ziel gefördert?

Grundsätzlich gilt es zwischen dem Zuschuss und dem Kredit zu unterscheiden.

  • Der Zuschuss wird als Zuwendung für ein Gesamtprojekt verstanden, der nicht zurückgezahlt werden muss. Die Höhe des Zuschusses ist von der Förderquote der jeweiligen Förderrichtline abhängig und kann 30 bis 80% betragen.
  • Ein Kredit wird zu einem besonders niedrigen Zins gewährt und kann in einem vorher festgesetzten Zeitraum zurückgezahlt werden. Die Kredite verfügen meist über Haftungsfreistellungen und Tilgungszuschüsse.

Mit beiden Programmen zielen Bund bzw. Länder darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstands im Zeitalter der Digitalisierung zu erhöhen. Deshalb können meist sowohl externe Berater, als auch eigens umgesetzte Projekte oder angeschaffte Hardware im Zentrum der jeweiligen Förderung stehen.

Welche Förderprogramme gibt es für die Digitalisierung?

Aufgrund der hohen Anzahl unterschiedlicher Förderprogramme möchten wir uns im Folgenden auf die beliebtesten Zuschüsse auf Bundes- und Landesebene konzentrieren. Kredite sind in der Auflistung demnach nicht enthalten. Da wir aber keine Förderprogramme vorenthalten möchten, kann der interessierte Leser den Förderassistenten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie besuchen.

FördergeberName
des Programms
max.
Zuwendung
Merkmal
Bund Go Digital (Link)16.500 €gebunden an autorisierte Berater
Bund Go Inno (Link)27.500 €gebunden an autorisierte Berater
Baden-Württemberg Hightech Digital (Link)20.000 €Für anspruchsvolle FuE-Vorhaben
Bayern Digitalbonus (I + II)
(Link)
50.000 €Laut Aussage der Regierung
„schnell, einfach und effektiv“.
– sprechen Sie uns gerne bei
Schwierigkeiten an!
Innovationsgutschein
(Link)
30.000 €neue Produktentwicklung bzw.
vorhandenes Produkt verbessern
(in Ausnahmen bis 80.000 €)
Berlinaktuell leider nur Kredite
BrandenburgBIG Digital (Link)550.000 €u.a. für FuE, Digitalisierung,
Beratung
BremenBremen Digitalisierung
(Link)
5.000 €Beratungsförderungen zu
Digitalisierung und Arbeit 4.0
Hamburgaktuell nur Kredite
HessenDigital-Zuschuss (Link)10.000 €Förderkontingent leider
vollständig belegt.
Weitere Antragstellungen
erst ab 2020 möglich.
Mecklenburg VorpommernDigiTrans (Link)50.000 €insbesondere zur Förderung neuer,
digitaler Geschäftsmodelle
sowie Umstellung von analogen auf
digitale Prozesse
NidersachsenInnovationsförderung
FuE (Link)
300.000 €gefördert werden Verbundprojekte
Innovationsförderung
allgemein (Link)
100.000 €gefördert werden sogenannte
„niedrigschwellige
Entwicklungsvorhaben“
Nordrhein-WestfalenMittelstand Innovativ
(Link)
25.000 €externe Analyse- und
Beratungsleistungen
sowie Entwicklungs- und
Umsetzungsmaßnahmen
SaarlandDigital Starter (Link)10.000 €Digitalisierung von Produkten,
Prozessen und Dienstleistungen
sowie die Entwicklung neuer
digitaler
Plattformen
SachsenE-Business (Link)50.000 €Digitalisierung von
Geschäftsproezssen
Sachsen-AnhaltDigital Innovation (Link)70.000 €Digitalisierungsvorhaben
in Unternehmen
Digital Creativity (Link)130.000 €innovative Medienproduktionen
Schleswig-HolsteinArbeit Aktion C4 (Link)1.500 €Förderung beruflicher
Weiterbildungsmaßnahmen
ThüringenDigitalbons
Thüringen (Link)
15.000 €Einführung von
Informationstechnologien
und Erhöhung der
Informationssicherheit

Wie erhalte ich eine Förderung?

Um eine Förderung zu erhalten, müssen Sie sich an die Richtlinien des entsprechenden Programms halten. Diese finden Sie jeweils in den Links aus der obigen Tabelle. Antragstellung und Versendung erfolgt meist elektronisch, so zum Beispiel beim Digitalbonus Bayern.

Wenige Wochen nach Einreichung der Projektskizze wird oft bereits ein vorläufiges Ergebnis der Prüfung übermittelt, auf Basis dessen das Projekt gestartet und erste Anschaffungen getätigt werden können. Die Abrechnung erfolgt jedoch erst nach Umsetzung des entsprechenden (Teil-)Projekts.

Fazit

Im Gespräch mit Unternehmen finden wir oft heraus, dass Anträge mit „viel Papierkram“ verbunden und mit etwas weniger Bürokratie verbunden sein sollten. Mit dem richtigen Engagement, ist die Erfolgsquote jedoch hoch. Wir finden daher, dass die oben vorgestellten Zuschüssen ein probates Mittel sind, um die Digitalisierungsprojeke des Mittelstands zielgerichtet voranzutreiben.

Sie benötigen Hilfe in der Beantragung oder haben weiterführende Fragen?

Zögern Sie nicht unsere Experten zu kontaktieren. Wir helfen Ihnen gerne in spezifischen Fragen und begleiten Sie in der Durchführung Ihres Förderantrags!

Weiterführende Links:

Autor: Dr. Florian Imgrund

Florian Imgrund ist unser Experte für digitale Arbeitsweisen und agiles Prozessmanagement. Mit seinem fundierten Know-How in den Bereichen der Datenverarbeitung sowie Front- und Back-End-Entwicklungen ist er zudem Ihr idealer Ansprechpartner für Ihre ganz spezifischen Entwicklungsanforderungen.

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Dr. Florian Imgrund

Florian Imgrund ist unser Experte für digitale Arbeitsweisen und agiles Prozessmanagement. Mit seinem fundierten Know-How in den Bereichen der Datenverarbeitung sowie Front- und Back-End-Entwicklungen ist er zudem Ihr idealer Ansprechpartner für Ihre ganz spezifischen Entwicklungsanforderungen. Jetzt per E-Mail kontaktieren